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Interview mit Studierenden

Die hier aufgeführten Interview's wurden mit Studierenden der Biomedica ZH oder ehemaligen Teilnehmenden durchgeführt und mit deren freundlicher Genehmigung veröffentlicht. Um das Interview zu lesen, wähle bitte den Balken mit dem Namen an. Sortierung nach Alphabet.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Corinne, du hast vor kurzem deine 3. Methode der TCM, die Chinesischen Arzneimittel mit Praktikum, erfolgreich abgeschlossen. Herzliche Gratulation! Wie fühlst du dich?
Herzlichen Dank! Ich freue mich natürlich sehr über den weiteren Meilenstein, den ich mit dem Diplom erreicht habe. Ich muss zugeben, dass ich nach all den Jahren an der Biomedica auch etwas wehmütig bin, dass die Ausbildung nun zu Ende ist.

Du hast 2008 begonnen, noch am alten Standort in Zürich. Erinnerst du dich an deinen Start? Mit welchen Gefühlen bist du in dieses Studium rein?
Oh ja, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war für mich sehr aufregend in die Welt der Erwachsenenbildung einzutauchen und den Schritt in eine neue Richtung zu wagen. Ich habe mir damals auch viele Gedanken darüber gemacht, ob ich es schaffe mit dem Unterricht mithalten zu können. Die Ängste haben sich aber zum Glück sehr schnell als unbegründet herausgestellt.

Mit welchem Ziel hast du damals begonnen?
Damals hatte ich mit der Westlichen Medizin begonnen und kurze Zeit darauf den Einstieg mit der Grundlagenausbildung in die TCM gemacht. Anschliessend habe ich mich dann für die Akupunktur als erste Methode entschieden. Mein Ziel war es damals meiner beruflichen Laufbahn eine neue Richtung zu geben. Die Arbeit in meinem Erstberuf als Podologin hat mir immer sehr gefallen, jedoch fehlte mir nach einiger Zeit die Herausforderung. Und so begann ich mich mit den Ausbildungen in diversen alternativen Heilmethoden zu befassen. Nach dem Infoanlass in der Schule kristallisierte sich für mich schnell heraus, dass die TCM Ausbildung das Richtige für mich ist.


Womit hast du immer wieder gekämpft?
Für mich war es immer wieder ein Kampf die Balance zwischen Ausbildung, Beruf und sozialem Umfeld zu halten. Ich empfand es als herausfordernd mir konsequent die Zeit zu nehmen, die es für eine so intensive Ausbildung benötigt. Nicht nur zum Lernen und sich auf den Unterricht vorzubereiten, sondern auch für meine persönliche Weiterentwicklung.

Wie hast du dich nebst deiner Arbeit, immer wieder motivieren können?
Ich habe versucht immer mein Ziel vor Augen zu halten und mir die Zeit für die Ausbildung zu lassen, die ich benötige. Dass ich die Möglichkeit hatte, mein eigenes Tempo festlegen zu können, hat mir sehr geholfen. Natürlich gab es auch Phasen in denen ich Schwierigkeiten hatte mich zu motivieren und etwas „schulmüde“ war. Die Erinnerung daran was mein Ziel ist, oder auch die nächste Prüfung, hat dann aber meinen Ehrgeiz wieder geweckt und vorangetrieben.

Wie viel % hast du daneben gearbeitet?
Meine selbständige Tätigkeit hat es mir erlaubt mein Arbeitspensum flexibel einzuteilen und der Ausbildung anzupassen. Im Durchschnitt habe ich 80% neben der Ausbildung gearbeitet.

Was hat dir das Praktikum gebracht?
Das Praktikum hat mich auf den Arbeitsalltag als TCM Therapeutin vorbereitet und half das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. Ausserdem gab es mir die Möglichkeit offene Fragen zu klären und verschiedene Therapieansätze kennen zu lernen. Gerade am Anfang des Praktikums fühlt man sich oftmals unsicher und ist dankbar um erfahrene Supervisoren, die einen anleiten und nötige Hilfestellungen geben. Dass ich sehr schnell auch selbständig Aufgaben ausführen durfte und fortwährend gefördert wurde, hat mich selbstsicherer gemacht und mich in meiner Arbeit als angehende Therapeutin bestätigt.

Was hat dir während dem Studium gut gefallen?
Es hat mir sehr gut gefallen, dass man auf Menschen trifft, welche sich für die gleiche Materie begeistern. Und obwohl man an unterschiedlichen Punkten im Leben steht, verbinden einem doch dieselben Sorgen, Ängste und Freuden. Z.B. als man das erste Mal eine Akupunkturnadel im Unterricht anbringen durfte, da waren alle Studenten gleichermassen nervös und ängstlich. Zudem war es für mich sehr wertvoll, dass die Ausbildung modular aufgebaut ist und somit immer die Möglichkeit bestand eine Pause einzulegen, wenn dies nötig geworden wäre.

Wie hat es dir bei uns gefallen?
An der Biomedica habe ich mich immer sehr gut aufgehoben gefühlt. Durch den persönlichen Kontakt zur Schulleitung und dem Sekretariat hatte ich immer ein offenes Ohr für meine Anliegen und Fragen. Und die erfahrenen Dozenten haben sich stets viel Zeit genommen ihr riesiges Fachwissen mit uns zu teilen. Die Schule legt grossen Wert auf einen familiären und respektvollen Umgang, ebenso auf einen hohen Qualitätsstandard. Ich konnte mich immer darauf verlassen, dass die neusten Regelungen direkt kommuniziert wurden. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, ist dass man als Student als Individuum wahrgenommen und behandelt wird.

Was sind deine nächsten Ziele?
Ich geniesse erstmal meine Ausbildungspause und widme mich meinen Hobbies, für die ich während der Ausbildung wenig Zeit hatte. Aber es gibt natürlich schon einige Weiterbildungen, die mich brennend interessieren. Zum Beispiel reizen mich die Medizinische Qi Gong Ausbildung, die integrative Reproduktionsmedizin, Kinder-Tuina und noch andere Akupunktur- und Kräuterweiterbildungen. Es gibt so viele Möglichkeiten, mir steht die TCM Welt also komplett offen. Jetzt muss ich nur noch entscheiden, welchen Weg ich einschlagen möchte.

Herzlichen Dank für das freundliche Interview, Corinne – die Diplomfeste kennst du ja bereits - freue mich, dich dort wieder zu treffen und wünsche dir weiterhin viel Erfolg in deiner Praxis!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Coco, du hast als erste Studentin der Biomedica ZH M1 und M2 absolviert und bei der OdA AM, resp. bei der igtcm, erfolgreich die Prüfung abgelegt. Herzliche Gratulation! Wie fühlst du dich?

Erleichtert, glücklich, bestätigt und auch ein wenig stolz. Die ersten grossen «Hacken» sind gesetzt und ich freue mich darauf, die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen.

 

 

Erinnerst du dich an deinen Start? Mit welchen Gefühlen bist du in dieses Studium rein?

Ich erinnere mich sehr gut an den Start. Ich wurde durch einen glücklichen Zufall auf das Studium aufmerksam gemacht. Da ich mich neu orientieren wollte habe ich nach Alternativen gesucht und diesen Wunsch auch in meinem näheren Umfeld kommuniziert. Und irgendwann wurde mir eine Anmeldung für die Biomedica gezeigt mit dem Vermerk «das bist genau du – los!». Nach einer kurzen Zeit des Überlegens – einer wirklich sehr kurzen Zeit – habe ich mich für den nächstmöglichen Grundkurs TCM angemeldet.

 

Die Erwartungen von damals kann ich gar nicht genau beschreiben. «Ich schau mir das mal an», trifft es wohl am besten. Bereits nach den ersten paar Schul-Wochenenden habe ich bemerkt, dass sich mein Entscheid richtig anfühlt. Es hat einfach alles gepasst. Die Thematik, die Philosophie, das Umfeld, die Klasse, die Art und Weise wie das Studium aufgebaut ist etc.

 

Die erste Runde des Vorstellens untereinander in der Klasse ist mir noch sehr präsent und ich muss immer mal wieder schmunzeln, wenn ich an diesen Moment zurückdenke. Silke wird wissen was ich meine. Der Weg schien damals sehr lang und ich kann es kaum glauben, wie schnell nun doch alles gekommen ist.

 

 

Mit welchem Ziel hast du damals begonnen?

Der erste Antrieb für mich war, mich intensiv mit einem Thema zu befassen, das mich sehr interessiert. Ich wollte schon kurz nach der Matur den Weg Richtung Gesundheitswesen einschlagen, habe mich dann aber für einen anderen Weg entschieden. Umso mehr gefällt mir der Gedanke, wie sich der Kreis nun doch schliesst. Das Gefühl, seinen Horizont zu erweitern und sich weiter zu entwickeln ist beflügelnd. Auch das Thema Selbstständigkeit begleitet mich schon eine längere Zeit und bleibt als finales Ziel bestehen.

 

 

Wie lange warst du dran?

Begonnen habe ich die Ausbildung im März 2015 mit dem TCM Grundkurs. Ab April 2015 folgten parallel die Module der Westlichen Medizin, da mir der medizinische Background fehlte. Nach dem Grundkurs habe ich mit der Tuina Ausbildung begonnen und kurze Zeit später parallel mit der Akupunktur. Mit dem Abschluss des M4 «Arbeiten als Therapeut» im Dezember 2018, habe ich alle erforderlichen Abschlüsse, um mit dem Arbeiten beginnen zu können. Im Ganzen war ich also etwas mehr als 3.5 Jahre dran.

 

 

Hast du während deinem Studium Einbussen gehabt – welche?

Einbussen gibt es immer, wenn man mit etwas Neuem beginnt. Seien diese Einbussen finanzieller, zeitlicher oder persönlicher Art. Das Studium ist intensiv. Es gibt viel zu Lernen, zu erkennen, zu Akzeptieren und zu Verarbeiten. Ich persönlich empfand das aber nie als Bürde. Ich wollte mich voll und ganz auf das Neue einlassen und habe es auch bis zu einem gewissen Punkt genossen, die «grauen» Hirnzellen zu fordern.

 

 

Wie viel % hast du daneben gearbeitet?

Ich habe während dem ganzen Studium 100% gearbeitet. Dazu muss ich aber sagen, dass dies nur dank einem sehr verständnisvollen Arbeitgeber und einem guten Team möglich war. Ich hatte bei der Einteilung meiner Arbeitszeit viele Freiheiten und konnte so um die jeweiligen Kurs- und Praktikumstage herumplanen.

 

 

Wie hast du dir das Praktikum organisiert?

Ich habe schon früh mit dem Praktikum in der Schule begonnen. Sprich kurz nachdem die Tuina Ausbildung begonnen hat, buchte ich erste einzelne Praktikumstage, um mich so langsam einzuleben. Nach Abschluss der Phase B und etwa 230 intern absolvierten Praktikumsstunden, wechselte ich für 4 Monate in eine externe Praxis, bevor ich für den Phasen C Abschluss zurück an die Schule kam.

 

Unabhängig von der Anzahl benötigter Praktikumsstunden war für mich schon sehr früh klar, dass ich auch ein Auslandspraktikum machen möchte. Diesen Wunsch habe ich mir zum Abschluss erfüllt und verbrachte vier sehr lehrreiche, spannende und eindrückliche Wochen im Spital für Traditionelle Chinesische Medizin in Hanoi, Vietnam.

 

 

Was hat dir während dem Studium gut gefallen?

Obwohl alle ihr eigenes Tempo gehen, sieht man sich in den einzelnen Modulen immer wieder. Die Anzahl an Studenten ist überschaubar und so wird ein sehr persönlicher Umgang gepflegt. Spätestens beim «Komfibröötli» am Morgen vor Kursbeginn, findet der erste Austausch statt und es wird gelacht; das gefällt mir sehr gut. Teilabschlüsse werden gerne auch mal mit einem kleinen Apéro gefeiert, ganz nach dem Motto, man soll die Feste feiern wie sie fallen. So wird aus Studium auch Spass.

 

 

Wie hat es dir bei uns gefallen?

Gut – wirklich gut. Mit Hochs und Tiefs, das gehört dazu. Aber «das zweite Zuhause» wie es von vielen Studenten in der strengen Phase genannt wird, war in den letzten 3.5 Jahren auch immer ein Ort, an dem ich mich wohl fühlte. Hatte man Fragen, wurden diese sehr schnell und unkompliziert beantwortet. Die Klassengrössen sind optimal und passen bestens zum Konzept der Schule. Es wird auf den einzelnen Studenten eingegangen und man fühlt sich stets willkommen. Ich denke, gerade bei der Erwachsenenbildung sind dies Punkte, die einem das Lernen erleichtern. Dafür ein grosses Dankeschön.

 

 

Was sind nun deine nächsten Schritte?

Sobald ich das letzte Modul M4 abgeschlossen habe, werde ich das OdA AM Zertifikat anfordern, welches mich zum selbständigen Arbeiten unter Mentorat bevollmächtigt. Ich werde meinen jetzigen Job auf 50% reduzieren und fixe 2 Tage als Therapeutin arbeiten. Dies mit dem Fernziel in spätestens 5 Jahren die Höhere Fachprüfung zu absolvieren. Auch habe ich beschlossen, im März 2019 mit der Ausbildung der Chinesischen Arzneimittel an der Biomedica zu beginnen, um so mein Wissen zu vervollständigen und am Ball zu bleiben.

 

 

Herzlichen Dank für das freundliche Interview, Coco – dann sehen wir uns hoffentlich am Diplomfest. Weiterhin viel Freude am Lernen und erfolgreichen Start in deine Praxistätigkeit!